Aktuelles und Hinweise

Auf unserem kleinen Blog möchten wir Ihnen Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen etc. geben.

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  1. 1. Sommerakademie Papier thematisierte handgeschöpftes Papier

    Vom 23.6. bis 4.8.2019 fand im Kunsthaus Dosse Park in Wittstock das Projekt „pappel witt. Papierkunst in Wittstock“ mit der 1. Sommerakademie Papier und anschließender Ausstellung statt. Acht Papierkünstlerinnen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern experimentierten eine Woche lang mit den künstlerischen Möglichkeiten der Papierherstellung und erweiterten ihre Kenntnisse speziell im Hinblick auf handgeschöpfte Papiere. Einheimische Fasern wie Flachs, Heu und Stroh wurden auf traditionelle Art aufbereitet und als Faserstoffe in verschiedenen künstlerischen Techniken erprobt. Neben dem Schöpfen aus der Bütte konnten Schwimmsiebtechnik und Pulp Painting angewendet werden – Methoden, die großformatiges Arbeiten ermöglichen.

    Die künstlerische Leitung lag in Händen des renommierten Papiermachers Gangolf Ulbricht, einem der wenigen Handpapiermacher in Deutschland. Initiiert wurde das Projekt von Ute Fürstenberg vom paho. Zentrum für Papier. Sie hat bereits mehrere Papierkunstausstellungen in der Patent-Papierfabrik Hohenofen organisiert. Das Projekt nahm Bezug zur Landesgartenschau in Wittstock und fand im Rahmen des landesweiten Kulturprogramms „fontane.200“ statt. (Text: © paho/Ute Fürstenberg)


    Fotos: © paho/Petra Walter-Moll

  2. Frieder Schmidt verwies auf zwei interessante Belege zum Wirtschaften eines Papiermachers aus der Mitte des 19. Jahrhunderts (finden sich in der Heimatstube Stetten am Kalten Markt-Frohnstetten):

    https://www.landesstelle.de/scheffelsaecke-des-papiermachers-johannes-lang/

    Die Landesstelle für Museumsbetreung Baden-Württemberg hat sie im Mai 2019 zum Objekt des Monats erklärt:

    https://www.landesstelle.de/publikationen/objekte-des-monats/

  3. PapierMarkt
    im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach
    am Sonntag, den 1. September 2019 von 11 bis 18 Uhr

    Neben den historischen Maschinen in der Papiermaschinenhalle der Alten Dombach präsentieren Künstler und Kunsthandwerker Schönes und Ausgefallenes aus Papier: handgeschöpfte und marmorierte Papiere, Bücher und Alben, Schachteln und Dosen, Schmuck und Schalen.

    Auf dem Hof des Museums bauen weitere Kunsthandwerker ihre Stände auf. Große und kleine Besucher können am Stand des Vereins der Freunde und Förderer des LVR-Industriemuseums Papier schöpfen. Außerdem kann man die Papiertradition in Nepal kennenlernen und sich vom Scherenschneider porträtieren lassen.
    Der Eintritt zum Markt und alle Angebote im Freien sind kostenfrei. Museumseintritt für Erwachsene 4,50 €, Kinder und Jugendliche frei.

    Der PapierMarkt findet im Rahmen des großen „Strundetalfestes“ statt. Die Straße durch das schöne bewaldete Tal ist an diesem Tag autofrei und lädt zum Flanieren und Radeln ein, es gibt Kutschen und Bus-Shuttles. An dem Fest beteiligen sich viele Institutionen und Vereine im Tal mit Mitmachangeboten für Klein und Groß.

  4. Zum 90. Geburtstag von Walter Niemeyer – der DAP gratuliert herzlich!

    Mit Walter Niemeyer feiert ein weiteres Urgestein des Deutschen Arbeitskreises für Papiergeschichte (DAP) seinen 90. Geburtstag. Wir alle sind über viele Jahre hinweg in den Genuss der von Walter Niemeyer gut konzipierten, mit großem Engagement vorbereiteten und dann mit fast schon militärischer Exaktheit umgesetzten Arbeitskreistagungen gekommen. Gemeinsam mit ihm durften wir Papierfabriken in Osnabrück, Penig und Weißenborn zum Teil mehrfach besuchen und dabei besondere Einblicke in die Welt der Papiermacher erlangen. Nicht zuletzt mit seinen Vorträgen auf den DAP-Tagungen brachten Walter Niemeyer uns den breiten Blick eines Lösungsorientierten Praktikers nahe.
    Bei ganz individuellen Fragestellungen hatte er immer ein offenes Ohr und sorgt mit seinem Fachwissen und persönlichen Kontakten für kompetente Antworten und Lösungen.

    Der Deutsche Arbeitskreis für Papiergeschichte wünscht von Herzen alles erdenkliche Gute, vor allem Gesundheit und Wohlergehen.

  5. Die Hoeschs, Poensgens und Heyers zu Gast am Kaffetisch – Buchbesprechung zu Poensgen & Co.Akt.Ges., Papierfabrik Kieppenmühle in Bergisch Gladbach; herausgegeben von A.Eßer, S.Schachtner und J.Schneider.

    Die vorliegende Publikation zeichnet die Entwicklung eines Familienunternehmens von der Gründung bis zu seiner Aufgabe über drei Jahrhunderte nach. Anders als bei herkömmlichen Firmenchroniken, die sich häufig auf die Aneinandereihung von Ergeignissen beschränken, wird hier ein sehr persönlicher Rückblick auf den Aufstieg und Niedergang einer Papierfabrikationsfirma mit einer Familiengeschichte verwoben. An den vielen kleinen Episoden (Produktinnovationen, Bilanzierungen, Finanzierungen, Erbregelungen, Grundstückstauschgeschäften) wird deutlich, wie sehr der Aufstieg der Kieppenmühle zwar immer von persönlichem Engagement, Geschick und Entbehrungen einzelner Führungspersönlichkeiten geprägt war, aber über zwei Jahrhunderte stets von einer ganzen (mitarbeitenden) Familie getragen wurde.
    Über den gesamten Zeitraum (1670-1966) kam es auf dem Gebiet der Papierherstellung zugleich zu mehreren bedeutenden technologischen und auch politischen Umbrüchen, denen sich die Kieppenmühle und die Familie Poensgen immer wieder neu stellen mussten, was sie über viele Jahrzehnte auch erfolgreich meisterten.
    Es wird zugleich nachvollziehbar, wie mit wachsender Größe die Bedeutung der Firma, aber auch deren Wirkungs- und Absatzraum stieg, weshalb externe Einflüsse (z.B. 1. WK, Inflation, Zwangsbewirtschaftung, 2. WK) für die Kieppenmühle in zunehmendem Maße einschneidende Entwicklungshemmnisse darstellten.
    Mit der 1922 sicherlich notwendigen Umstellung auf eine Kapitalgesellschaft/AG werden Firma und Familie immer mehr – nicht nur örtlich – voneinander entkoppelt, wenngleich auch einzelne Familienmitglieder bis zu Produktionseinstellung noch an entscheidenden Positionen für die Firma tätig sind.
    Besonders für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg/ab 1950 gewinnt man den Eindruck, dass es einerseits der Familie nicht mehr gelang, die für notwendige Investitionen notwendigen Finanzmittel bereitzustellen oder zu beschaffen („Die Bemühungen, die Kieppenmühle durch die Herstellung von Spezialitäten auf eine gesunde Basis zu stellen, scheiterten immer wieder an den unzureichenden technischen Voraussetzungen, die nur mit einer Modernisierung und Vergrößerung des weitaus größten Teils des Maschinenparks hätten geschaffen werden können.“S.228), und es andererseits der Familie am Ende mehr um ihre Interessen aus den entsprechenden Kapitalanteilen ging („Als Kaufpreis verpflichtete sich Waldhof, die Rentenansprüche der Familie Poensgen, (…) zu übernehmen. Sie setzen sich zusammen aus den Aktienanteilen der Familie einschließlich der Schwestern unseres Vaters Felix Poensgen zuzüglich der Pensionsansprüche aus den Vorstandsverträgen unseres Vaters (Witwenrente für unsere Mutter) und Max Poensgen.“ S.232).
    Aufgrund großen Investitionsbedarfs (durch Wiederaufbau und technologische Weiterentwicklungen) entstehen neue finanzielle Abhängigkeiten, für deren rein wirtschaftliche Entscheidungen am Ende die regionale Verwurzelung keine Rolle mehr spielt, was letztlich zur Schließung der Firma 1966 führt.
    Mitunter verliert man als Familienfremder bei der Schilderung der Familienverhältnisse und als Ortsfremder bei den örtlichen Bezügen etwas die Übersicht. Alles in allem gibt diese lesenswerte Veröffentlichung jedoch einen sehr persönlichen Blick auf eine fast 300-jährige Firmen- und Familiengeschichte.

  6. Ein Atömchen von schwarz – ein Buntpapierkurs zum Mitmachen von und mit der Buntpapiererin Frau Reschke am Deutschen Technikmuseum Berlin

    Am Sonntag, 17.03.2019, von 10.00 -12.30 Uhr und von 14.00-16.30 Uhr gab Frau Reschke für jeweils 6-8 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Workshop zu Buntpapieren in Kleistertechniken. Nach einer kurzen Einführung durch Frau Reschke und der Begrüßung der zur Verfügung gestellten Arbeitsgeräte, erhielt jeder Teilnehmer ein erstes Gefäß mit Kleister („5 Hände Reisstärke auf 1 Liter kochendes Waser; am Vorabend angesetzt und durch einen Nylonstrupmf hindurchgedrückt“). Hierzu wurden die individuell gewünschten Farben hinzugegeben – und nicht zu vergessen, das Reschke typische „Atömchen von schwarz“.

    Anschließend alles im Storchengang verrührt und schon ging es ans Papier. Frau Reschke führte jeweils die einzelnen Möglichkeiten zunächst vor, anschließend arbeitete jeder Teilnehmer diese für sich individuell nach. Hierbei entstanden verschiedene Buntpapierbogen z.B. nach Kleisterpapier nach Herrnhuter Art, oder mit Rollmodel oder Drucke von originalen Druckstöcken.

    Obwohl die Ausgangsmaterialien für alle Teilnehmer gleich waren, sind in dem 2,5 Stunden dauernden workshop, ganz unterschiedliche Buntpapiere entstanden. Es waren die vielen kleinen und großen Aha-Erlebnise, die den Blick auf die Schönheit und Vielfalt der Kleisterpapiere erweiterten.

    Herzlicher Dank für diese rundum gelungene Veranstaltung gilt den beiden Organisatoren – Frau Reschke und Frau Wallbach – und natürlich dem Deutschen Technikmuseum Berlin, die gemeinsam erst diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

    Hier noch ein paar bewegte Impressionen:

  7. Veranstaltungsangebote zunächst exklusiv für den DAP

    1. Teil
    Am Tag der Druckkunst (Freitag, 15.03.2019) hat das Deutsches Technikmuseum Berlin in diesem Jahr Gisela Reschke zu Gast.
    In öffentlichen Vorführungen werden Buntpapiere sowohl mit historischen Druckmodeln gedruckt, als auch die Gestaltung von Buntpapieren in Kleistertechnik (u.a. mit Rollmodeln) und mit der Hand vorgeführt.

    Ort & Zeit:
    15.03.2019; 10.30 bis 12.00, 13.00 bis 14.30 und 15.00 bis 16.30 Uhr im Neubau, 1. OG, Bildungsraum.
    Am 15.03.2019 können Sie darüber hinaus auch von 11.00-14.00 Uhr eine Steindruck-Vorführung des Stein- und Offsetdruckmeisters Dietmar Liebsch in der neu gestalteten Dauerausstellung zur Drucktechnik, Altbau, 2. OG, besuchen.

    2. Teil
    Am Sonntag, 17.03.2019, von 10.00 -12.30 Uhr und von 14.00-16.30 Uhr wird jeweils 6-8 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geben, an einem Buntpapier-Workshop mit Frau Reschke im kleineren Kreis teilzunehmen und die selbst gestalteten Werke mitzunehmen.

    Ort & Zeit:
    Sonntag, 17.03.2019, von 10.00-12.00 und von 13.00-15.00
    Neubau, 1. OG, Bildungsraum.
    Eine Schürze ist mitzubringen!

    Diese insgesamt 12-14 Plätze in zwei Gruppen sollen vorab nur besonders interessierten Besucherinnen und Besuchern (wie dem DAP) angeboten werden. Erst wenn sich bis 11.03.2019 nicht genügend Personen verbindlich angemeldet haben, werden beide Veranstaltungen über Facebook und über unsere Website weiter beworben.

    Kosten:
    Beide Veranstaltungen kosten jeweils nur den Museumseintritt i.H.v. 8,00 EUR (ohne Ermäßigung), die Eintrittskarte gilt den ganzen Tag für das gesamte Museum.

    Anmeldung: Bitte direkt bei: Kerstin Wallbach, Mail: wallbach@sdtb.de, Telefon: 030/90254-188

  8. Geschichte der Papierfabrik Poensgen auf der Kieppemühle

    Im Pressetext dazu heißt es weiter:

    Der Bergische Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. hat in seiner Schriftenreihe in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv die Geschichte der Papierfabrik Poensgen & Co. veröffentlicht. Bereits seit 1670 war auf der Kieppemühle in Gronau Papier produziert worden. Von 1824 bis 1880 wurde die Papierfabrik von Carl August Koch geführt, seit 1893 firmierte sie als Poensgen & Co und blieb bis 1958 im Besitz der Familie Poensgen.

    Die Firma Poensgen & Co. war nach Zanders der zweitgrößte Hersteller von Feinpapieren in Bergisch Gladbach und bot im Jahre 1902 rund 240 Beschäftigten Arbeit. Der Text zur Geschichte der Kieppemühle seit dem 17. Jahrhundert stammt aus der Feder von Felix Poensgen (1892-1953), über viele Jahre hinweg Vorstand der Familien-Aktiengesellschaft.
    Er schildert in diesem Band die eng miteinander verwobene Entwicklung von Betrieb und Familie. Sein durch zahlreiche Abbildungen illustrierter Text spiegelt das Traditionsbewusstsein und das unternehmerische Selbstverständnis eines mittelständischen protestantischen Papierfabrikanten. In der Darstellung und Begründung unternehmerischer Entwicklungen und Entscheidungen werden Antrieb und Denkweise einer rheinischen Unternehmerfamilie nachvollziehbar.

    Felicitas Poensgen (1925-2018), die älteste Tochter des Verfassers, führt den Text des verstorbenen Vaters fort und berichtet über den Verkauf des Familienbetriebes an die Zellstofffabrik Waldhof in Mannheim im Jahre 1958 und über die letztendliche Schließung des Werks Poensgen im Jahre 1966. Auch ihre Darstellung gewährt vielfältige Einblicke in die Entwicklung von Produktion, Absatz und Firmenführung. Da zahlreiche Firmenunterlagen nicht mehr existieren, haben ihre Erinnerungen – ebenso wie der Text ihres Vaters – historischen Quellenwert.

    Die Herausgeber

    Albert Eßer, Leiter des Stadtarchivs Bergisch Gladbach, bietet in zahlreichen Anmerkungen Hinweise und Literaturangaben zum Verständnis und zur historischen Einordnung der Textaussagen.
    Sabine Schachtner vom LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach hat Erklärungen papiertechnischer Fachbegriffe ergänzt.
    Prof. Jürgen Schneider, emeritierter Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bamberg. Er ist bei seinen Forschungen zu den verschiedenen Zweigen der Unternehmerfamilie Poensgen – unter anderem in Gemünd in der Eifel, in Düsseldorf und in Altdorf bei Nürnberg – auf die Geschichte der Kieppemühle in Bergisch Gladbach gestoßen. Aus seiner Feder enthält der Band ein Geleitwort, das diesen überregionalen Familienzusammenhang beleuchtet.

    Das vom Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. veröffentlichte und 247 Seiten starke Buch ist also nicht nur für jeden wichtig, der sich für Bergisch Gladbach und seine Geschichte interessiert, sondern stellt über die Ortsgeschichte hinaus auch beispielhaft die langjährige Entwicklung eines Familienunternehmens detailliert dar.

    Bibliographische Angaben:
    Felix Poensgen und Felicitas Poensgen: Poensgen & Co. Akt. Ges., Papierfabrik Kieppemühle in Bergisch Gladbach (1670-1966). Herausgegeben von Albert Eßer, Sabine Schachtner und Jürgen Schneider (Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg e.V., Band 79), Bergisch Gladbach: Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.V in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bergisch Gladbach 2019, 247 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-932326-79-0, 19,00 Euro.
    Erhältlich ist es im Geschichtelokal des Bergischen Geschichtsvereins an der Eichelstraße 25 in Bensberg, im Stadtarchiv Bergisch Gladbach an der Scheidtbachstraße 23, im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach und im örtlichen Buchhandel.

    Das Buch kann ebenso auch per mail beim Bergischen Geschichtsverein bestellt werden: info@bgv-rhein-berg.de

    Viel Freude beim Lesen!

    Sabine Schachtner

  9. Zerstörungen vor 75 Jahren

    Am 4. Dezember 1943 erfolgte ein zweistündiger Luftangriff auf Leipzig, der große Verheerungen mit sich brachte (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Leipzig). In einer Pressemitteilung erinnert die Deutsche Nationalbibliothek an die großen Zerstörungen im Leipziger Buchhändlerviertel: https://www.dnb.de/DE/Aktuell/Presse/buecherUndBomben.html. Auch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum hatte damals große Verluste zu verzeichnen. Auf dem Schreibtisch des Museumsdirektors Prof. Dr. Hans H. Bockwitz verbrannten die Unterlagen zu einer überarbeiteten Neuauflage seiner 1935 als Teil der Feldmühle-Festschrift publizierten Arbeit „Zur Kulturgeschichte des Papiers“ (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_H._Bockwitz). Zusammen mit der Bibliothekarin Martha Debes leitete er die Bergungsarbeiten und begann mit dem Wiederaufbau von Sammlungen und Fachbibliothek.

  10. Elaine Koretsky (*1932 – 2018)

    Wir erhielten Kenntnis, dass Elaine Koretsky vor einigen Tagen gestorben ist.

    Elaine Koretsky passed away at home at age 86 on November 11. She was a loving wife, mother, grandmother, a great mentor and an inspiration to all. Elaine was an internationally renowned scholar and contributor to the world of hand papermaking. We will miss her. There will be a celebration of her life on Sunday December 30.

    Gemeinsam mit ihrem Mann Sidney ist Elaine Koretsky der Papiergeschichtsforschung u.a. durch ihre Tagungsbeiträge (IPH) und Filme zu den unterschiedlichsten handwerklichen Papierherstellungstechnologien bekannt. Zu den Publikationen von Elaine siehe http://d-nb.info/gnd/1026196833 und Filmen auf DVDs veröffentlicht: https://carriagehousepaper.com/supplies/books-dvds/dvds-by-elaine-koretsky

    Über eine solche Reise berichtete Dieter Pothmann auf einer DAP-Tagung. Die Ergbenisse von Koretskys Forschungen bildeten den Grundstock des 1994 gegrundeten Research Institute of Paper History and Technology.

    Elaine Koretsky (Links), Sidney Koretsky (rechts) und in der Mitte die Tochter Donna Koretsky (Foto: Frieder Schmidt, an der Basler Papiermühle beim IPH-Kongress 2012)
    Elaine (links) und Sidney Koretsky (rechts) und in der Mitte die Tochter Donna Koretsky (Foto: Frieder Schmidt, an der Basler Papiermühle beim IPH-Kongress 2012)

  11. Zu Wochenbeginn erreichte uns nachstehender Tagungshinweis:

    The Paper Trade in early modern Europe: Practices, Materials, Networks

    Veranstaltungsort: Bürgersaal im Palais Stutterheim, Erlangen
    Veranstalter: Juniorprof. Dr. Daniel Bellingradt, Universität Erlangen-Nürnberg
    Datum: 26.02.2019 – 27.02.2019

    Das Vortragsprogramm und weitere Informationen unter: https://www.hsozkult.de/event/id/termine-38466.

  12. Trauer um Prof. Lothar Göttsching

    Gestern erhielten wir die traurige Nachricht, dass Prof. Lothar Göttsching am 26. September 2018 gestorben ist.
    Göttsching – allgemein hin für seine Verdienste um die Altpapierverwendung bei der Papierherstellung geschätzt und als der „Altpapierpapst“ angesehen – wurde 1971 als Nachfolger von Walter Brecht an die TH Darmstadt berufen und war bis 2002 Leiter des Instituts für Papierfabrikation der Technischen Universität Darmstadt. Professor Göttsching hatte im April 2007 an unserem Arbeitskreistreffen in Weißenborn/Weigmannsdorf teilgenommen.

  13. buntpapier als pArt der Wiener Werkstätte. Max Morgenstern, Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte

    Die Wiener Werkstätten – stilprägend in Ihrer Gestaltung und Maßstäbe in der Qualität der Umsetzung setzend – sind sicher vielen ein Begriff. Dass das Betätigungsfeld der Wiener Werkstätten auch Buntpapiere umfasste, dürfte dabei aber wahrscheinlich für die meisten unter uns neu sein. Wohl zumeist im Auftrag von Max Morgenstern, einem Textilfabrikant und bibliophiler Sammler, zeichnete der Architekt Josef Hoffman die Entwürfe für die Buntpapiere, die die Handwerker und Künstler der Wiener Werkstätten anschließend umsetzten. Frau Gisela Reschke hat sich diesem Thema nun angenommen und hierzu ein Künstlerbuch herausgegeben.

    Erschienen bei pars artis edition (Hamburg, 2018), gibt es dieses Werk in 3 verschiedenen Ausgaben (Normalauflage / 40 Exempl., Vorzugsausgabe / 3 Exempl. und Luxusausgabe / 3 Exempl.).

    ISBN: 978-3-00-060197-2
    Die Preise variieren zwischen 555,- und 1.111,- Euro
    Nähere Informationen hierzu unter: mail@uvr-hh.de

  14. Neueröffnung des Papiermuseums in Düren

    Papiermuseum Düren / Foto: Peter Hinschläger
    Foto: Peter Hinschläger

    Für den 9. September 2018 ist die Wiedereröffnung des Papiermuseum in Düren geplant. Mit einem spektakulärem Bau, bei dem die Ausstellungsfläche durch den Einbau eines zweiten Geschosses von 500 qm auf 900 qm vergrößert wurde, hat zugleich die Ausstellungspräsentation eine zeitgemäße Neukonzeption erfahren.

    Mehr Details (vorerst nur aus den Pressetexten):
    Pressetext 1 & Pressetext 2

    Copyrights für Foto und Pressetexte: Papiermuseum Düren 2018
    Foto: Peter Hinschläger

    Adresse:
    Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren ǀ Hoeschplatz 1 ǀ 52349 Düren

  15. PapierMarkt

    mit Trödelständen
    im LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach

    am Sonntag, den 2. September 2018 von 11 bis 17 Uhr

    Papiermarkt im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach
    am Sonntag, den 2. September 2018, von 11 bis 17 Uhr
    Die Papiermaschinenhalle und das Museumsgelände verwandeln sich in einen bunten Markt. Im Mittelpunkt stehen Schönes und Ausgefallenes aus Papier: handgeschöpfte und marmorierte Papiere, Bücher und Alben, Schachteln und Dosen, Schmuck, Schalen und vieles mehr. Herzhaftes und Süßes für den Magen ergänzen die bunten Stände.

  16. Verleihung des Ehrenringes für Papiergeschichte an Dieter Pothmann

    Am Mittwoch, dem 27. 06., verlieh der „Zellcheming“ auf seiner diesjährigen Jahresversammlung in Frankfurt den Ehrenring für Papiegeschichte an unser langjähriges DAP-Mitglied Dieter Pothmann.

    Der DAP gratuliert sehr herzlich und freut sich mit Dieter Pothmann über die Würdigung seiner papiergeschichtlichen Forschungen, insbesondere zu den Papiermacherfamilien Schulte und Wiede, und die Anerkennung seiner Arbeiten für die Studenten der Fachrichtung Papiertechnik im Rahmen der Papierhistorischen Seminare in Homburg.

  17. Stefan Feyerabend (1932-2018)

    Gestern erhielten wir die traurige Nachricht, dass Stefan Feyerabend am 13. Juni 2018 nach langer Parkinson-Erkrankung gestorben ist.

    Stefan Feyerabend hat sich nach seinem aktiven Berufsleben als Papiergroßhändler, dem Sammeln von Wasserzeichen aus Maschinenpapieren verschrieben und so sicher die auf diesem Gebiet bedeutendste Wasserzeichensammlung aufgebaut. Diese Wasserzeichensammlung wurde von der Papierhistorischen Sammlung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig angekauft und ist unter http://www.papierstruktur.de/feyerabend/, sowie über das Bernsteinportal digital verfügbar.

    Stefan – langejähriger Teilnehmer der Tagungen des Deutschen Arbeitskreises für Papiergeschichte – haben wir über die vielen Jahre als profunden Kenner der Maschinenpapierwasserzeichen und -geschichte, als engagierten Papierhistoriker und als einen herzlichen Freund sehr zu schätzen gelernt !

    Stefan Feyerabend (1932-2018)

    Zum Nachruf von Dr.Frieder Schmidt

    Der Deutsche Arbeitskreis wünscht der Familie Feyerabend viel Kraft in diesen schweren Stunden.

  18. 300. Geburtstag von Jacob Christian Schäffer

    Am 31. Mai 2018 ist die 300. Wiederkehr jenes Tages zu feiern, an dem in Querfurt Jacob Christian Schäffer ins Taufbuch eingetragen wurde. Ein langer Artikel in dem Online-Lexikon wikipedia macht deutlich (https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Christian_Sch%C3%A4ffer), warum nicht nur die Papierfreunde dieses fleißigen Mannes gedenken, der Theologie und Naturkunde, den Aufbau einer musealen Sammlung und Erfindertätigkeit (Waschmaschine! Vgl. http://www.deutsches-museum.de/bibliothek/unsere-schaetze/technikgeschichte/schaeffer-waschmaschine/) miteinander zu vereinigen wusste.

    Einen raschen Einblick in seine „Versuche und Muster ohne alle Lumpen oder doch mit einem geringen Zusatze derselben Papier zu machen, Band 1“ von 1765 ermöglicht https://books.google.de/books?id=v9VWAAAAcAAJ.

    Viele seiner Publikationen sind nunmehr digitalisiert und über den Server der Bayerischen Staatsbibliothek abrufbar: https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/hitList.do?methodToCall=pos&identifier=100_SOLR_SERVER_1998083497&curPos=31#100.

  19. 6. Schriftenfest am 16. und 17. Juni 2018 in Dresden

    Am 16. und 17. Juni 2018 findet das nunmehr 6.Schriftenfest in den Räumlichkeiten der Offizin Haag-Drugulin in Dresden statt.

    Vorträge, Besichtigung und Vorführungen
    Anläßlich einer großherzigen Stiftung einer frühen Dingler-Pressen (1. Hälfte des 19. Jahr­hunderts) an die Offizin soll diese Presse mit einem Druck eines Textes von Beatrice Ward This is a Printing Office – in der seltenen Schrift Spectrum gesetzt – auf dem Schriftenfest eingeweiht werden. Jeder darf drucken, und jeder kann das selbst gedruckte Poster als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
    Diese Dingler-Presse gehörte früher Hermann Zapf, die nun von Gudrun Zapf-von Hesse, an die Offizin Haag-Drugulin gestiftete wurde.

    Inhaltlich setzt das Vortragsprogramm des 6.Schriftenfestes die Themen des Vorjahrs fort: Lesbarkeit, Erkennbarkeit der Zeichen – auch das Schriftschreiben als solches. In der Tagungsankündigung heißt es hierzu weiter: Es ist eine wichtige Kultur­technik. Die fließende Bewegung stärkt die feinmotorische Leistung und trägt dazu bei, Sprache in unserem Gehirn zu verankern. Die Schulausgangsschrift besteht jetzt seit 50 Jahren, Renate Tost, die maßgeblich daran beteilig war, berichtet von ihrer Arbeit. – Doch es gibt so viele Schul­schriften. Nicht ganz einfach bei einem Schulwechsel! Thomas Bettinger schildert seine Vorstellungen und seine Bemühungen um eine Europäische Schulschrift. – Hohes Ansehen genoß zu DDR-Zeiten der Schrift- und Plakatmaler. Zentrum der Ausbildung war die Betriebsschule der Deutschen Werbe- und Anzeigen­gesellschaft, an der Andreas Frohloff sowohl Schüler als auch Lehrer war. Die Tätigkeit an dem Institut zu dokumentieren, hat er sich zusammen mit Fritz Grögel zum Ziel gesetzt. – Ebenfalls um Schrift, aber auch um Grafik geht es, wenn uns Gabriele Netsch einen Blick werfen läßt in die Schatzkammer der Deutschen Nationalbibliothek. – Können Dyslexie-Fonts von legas­thenen Menschen schneller als Standardschriften gelesen werden? Dieser Frage ist Bettina Andresen mit der Hilfe eines Lesbarkeitstests nach­gegangen, der vom MIT entwickelt wurde. – Rosalie Heinen beschäftigt zusammen mit Ulrike Borinski die Frage: Was macht einen Physiktext für sprachschwache Schüler so schwierig? Und: Kann er durch ein gutes Layout sprachlich verständlicher wirken?

    Nähere Informationen zum Programm, den Übernachtungsmöglichkeiten und den Tagungskosten entnehmen Sie: http://www.schriftenfest.de/

    Kontakt zum Veranstalter:
    »Schriftenfest Dresden 2018«
    Offizin Haag-Drugulin Dresden
    Großenhainer Straße 11a
    01097 Dresden – (im Gebäude der früheren Schriftgießerei Typoart)
    Telefon 03 51/8 08 52-0

  20. Karl Marx und das Papier (zum 200. Geburtstag am 5. Mai)

    Im März 1865 füllte Karl Marx einen Fragebogen im Confession book seiner Tochter Jenny aus. Als favourite occupation (Lieblingsbeschäftigung) gab er bookworming (in Büchern stöbern) an. Beim Stöbern in seinem Hauptwerk „Das Kapital“ von 1867 kann auch der Papierhistoriker fündig werden.

    „Als ein Beispiel sowohl der Kontinuität der Produktion als der Durchführung des automatischen Prinzips kann die moderne Papierfabrik gelten. An der Papierproduktion kann überhaupt der Unterschied verschiedner Produktionsweisen, auf Basis verschiedner Produktionsmittel, wie der Zusammenhang der gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse mit diesen Produktionsweisen, im einzelnen vorteilhaft studiert werden, da uns die ältere deutsche Papiermacherei Muster der handwerksmäßigen Produktion, Holland im 17. und Frankreich im 18. Jahrhundert Muster der eigentlichen Manufaktur und das moderne England Muster der automatischen Fabrikation in diesem Zweig liefern, außerdem in China und Indien noch zwei verschiedne altasiatische Formen derselben Industrie existieren.“
    (Marx, Karl und Friedrich Engels: Werke. Bd. 23.: Karl Marx: Das Kapital Bd. 1. Nach d. 4., von Friedrich Engels durchges. u. hrsg. Aufl. Hamburg 1890], Berlin 1970; zukünftig: MEW, Bd. 23, S. 402)

    „In den Papierfabriken, wo das Papier mit Maschinen gemacht wird, ist Nachtarbeit die Regel für alle Prozesse außer dem der Lumpensortierung. In einigen Fällen wird die Nachtarbeit, vermittelst Ablösungen, unaufhörlich die ganze Woche durch fortgesetzt, gewöhnlich von Sonntagnacht bis 12 Uhr nachts des folgenden Samstags. Die Mannschaft, die sich an der Tagesreihe befindet, arbeitet 5 Tage von 12 und einen von 18 Stunden, und die der Nachtreihe 5 Nächte von 12 Stunden und eine von 6 Stunden, in jeder Woche.“
    (MEW Bd. 23, S. 274-275, Anm. 98)

    „Eine der infamsten, schmutzigsten und schlechtbezahltesten Arbeiten, wozu mit Vorliebe junge Mädchen und Weiber verwandt werden, ist das Sortieren der Lumpen. Man weiß, daß Großbritannien, abgesehn von seinen eignen unzähligen Lumpen, das Emporium für den Lumpenhandel der ganzen Welt bildet. Sie strömen dahin von Japan, den entferntesten Staaten Südamerikas und den kanarischen Inseln. Ihre Hauptzufuhrquellen aber sind Deutschland, Frankreich, Rußland, Italien, Ägypten, Türkei, Belgien und Holland. Sie dienen zur Düngung, Fabrikation von Flocken (für Bettzeug), Shoddy (Kunstwolle) und als Rohmaterial des Papiers. Die weiblichen Lumpensortierer dienen als Medien, um Pocken und andre ansteckende Seuchen, deren erste Opfer sie selbst sind, zu kolportieren.“
    (MEW Bd. 23, S. 487)

    „Z.B. in der modernen Manufaktur von Briefkuverts faltete ein Arbeiter das Papier mit dem Falzbein, ein andrer legte den Gummi auf, ein dritter schlug die Klappe um, auf welche die Devise aufgedrückt wird, ein vierter bossierte die Devise usw., und bei jeder dieser Teiloperationen mußte jede einzelne Enveloppe die Hände wechseln. Eine einzige Enveloppemaschine verrichtet alle diese Operationen auf einen Schlag und macht 3000 und mehr Enveloppes in einer Stunde. Eine auf der Londoner Industrieausstellung von 1862 ausgestellte amerikanische Maschine zur Bereitung von Papiertuten schneidet das Papier, kleistert, faltet und vollendet 300 Stück per Minute. Der innerhalb der Manufaktur geteilte und in einer Reihenfolge ausgeführte Gesamtprozeß wird hier von einer Arbeitsmaschine vollbracht, die durch Kombination verschiedner Werkzeuge wirkt.“
    (MEW Bd. 23, S. 399)

    „In den englischen Buchdruckereien z.B. fand früher ein dem System der alten Manufaktur und des Handwerks entsprechender Übergang der Lehrlinge von leichtren zu inhaltsvollren Arbeiten statt. Sie machten einen Lerngang durch, bis sie fertige Drucker waren. Lesen und schreiben zu können war für alle ein Handwerkserfordernis. Alles das änderte sich mit der Druckmaschine. Sie verwendet zwei Sorten von Arbeitern, einen erwachsnen Arbeiter, den Maschinenaufseher, und Maschinenjungen, meist von 11-17 Jahren, deren Geschäft ausschließlich darin besteht, einen Bogen Papier der Maschine zu unterbreiten oder ihr den gedruckten Bogen zu entziehen. Sie verrichten, in London namentlich, diese Plackerei 14, 15, 16 Stunden ununterbrochen während einiger Tage in der Woche und oft 36 Stunden nacheinander mit nur zwei Stunden Rast für Mahlzeit und Schlaf! Ein großer Teil von ihnen kann nicht lesen, und sie sind in der Regel ganz verwilderte, abnorme Geschöpfe.
    (MEW Bd. 23, S. 509)

  21. Website „Forum Bestandserhaltung“ eingestellt

    Mit großem Bedauern müssen wir feststellen, dass die bisher immer so informative und hilfreiche Website „Forum Bestandserhaltung“ zum 31. Dezember 2017 eingestellt wurde.

    Damit sind auch die während den vergangenen Jahren in mühevoller und gewissenhafter Arbeit erstellten Beiträge einer Vielzahl von Mitarbeitern und Beiträgern nicht mehr greifbar. Es ist deshalb zu hoffen, dass zumindest diese Informationen als Archivbestand von der UBL Münster wieder zugänglich gemacht werden können. Über Jahre hinweg hat diese Website die für den Katastrophenfall wichtigen Informationen über Bergungsmaßnahmen und Dienstleister zugänglich gemacht, es ist nicht nachvollziehbar, warum von den Kulturgut bewahrenden Stellen in Deutschland für eine solch wichtige Aufgabe keine Mittel bereitgestellt werden können.

  22. 1. SommerAkademie Papier (2019) an der Patent-Papierfabrik Hohenofen

    Im Jahr 2019 wird der Landkreis Ostprignitz-Ruppin zwei Höhepunkte begehen: den 200. Geburtstag von Fontane und die Landesgartenschau Wittstock. Hinzu kommt ja der 200. Jahrestag der Maschinenpapierherstellung in Deutschland.
    paho. Zentrum für Papier plant in diesem Kontext die erste „Sommerakademie Papier“. Sie soll sich theoretisch und praktisch mit Fragen der Papierherstellung und -geschichte befassen. Das Projekt ist in die Planungen für Fontane.200 aufgenommen worden und wird bereits beworben: https://fontane-200.de/de/1-sommerakademie-papier/
    Ich würde mich über Kooperationspartner freuen, die sich am dem Vorhaben beteiligen. Wie sich das konkret gestaltet, könnte man abstimmen.


    Sommerprojekt in der Papierfabrik Hohenofen (Foto: Ute Fürstenberg)

    Kontakt:
    Ute Fürstenberg (+49 151 53 57 93 04 | paho@zentrumfuerpapier.de)
    paho. Zentrum für Papier UG (haftungsbeschr.)
    Patent-Papierfabrik Hohenofen
    Neustädter Str. 25 | 16845 Sieversdorf-Hohenofen
    http://www.zentrumfuerpapier.de
    http://www.facebook.com/zentrumfuerpapier/

  23. Projekt „In Betrieb“ (2018) in der Patent-Papierfabrik Hohenofen

    Eine Projektgruppe des Vereins realisiert zurzeit das Projekt „In Betrieb“. Geplant ist die Erarbeitung einer multimedialen Installation für die Papierfabrik Hohenofen. Ziel ist es, den Besuchern einen Eindruck von der Produktionsanlage „in Betrieb“ zu vermitteln. In der kommenden Woche werden wir in der Papierfabrik Gmund Film- und Tonaufnahmen von der dortigen Papiermaschine machen, die ja der in Hohenofen sehr ähnlich ist. Im April und im Juni sind Workshops in Hohenofen geplant, zu denen wir auch ehemalige Beschäftigte einladen. Gemeinsam wollen wir versuchen, einen möglichst authentischen Eindruck zu erarbeiten. Leider gibt es nicht mehr viele, die wir ansprechen können. Vielleicht gibt es jemanden aus dem Umfeld des DAP, der Interesse hätte an den Workshops teilzunehmen und uns zu beraten?

    Projekt „In Betrieb“: Andreas Schulte und Robert Lucas bei Ton- und Filmaufnahmen am Pulper in der Papierfabrik Gmund (Foto: Petra Walter-Moll)
    Projekt „In Betrieb“: Andreas Schulte und Robert Lucas bei Ton- und Filmaufnahmen am Pulper in der Papierfabrik Gmund (Foto: Petra Walter-Moll)

    Kontakt:
    Ute Fürstenberg (+49 151 53 57 93 04 | paho@zentrumfuerpapier.de)
    paho. Zentrum für Papier UG (haftungsbeschr.)
    Patent-Papierfabrik Hohenofen
    Neustädter Str. 25 | 16845 Sieversdorf-Hohenofen
    http://www.zentrumfuerpapier.de
    http://www.facebook.com/zentrumfuerpapier/


    Mehr Informationen hier:

    http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Betriebsamkeit-als-Kunstobjekt,
    https://www.facebook.com/inbetrieb/?ref=bookmarks

  24. Ist das möglich ? – Eine Experimentier-Ausstellung für Kinder, Jugendliche und Familen

    An der Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach ist vom 2.3. bis zum 16.12.2018 die Ausstellung „Ist das möglich ? – Eine Experimentier-Ausstellung für Kinder, Jugendliche und Familen“ zu sehen. Es sprechen zur Eröffnung der Austellung – am 2.3.2018 um 11:00 – Prof. Dr. Jürgen Wilhelm und Dr. Walter Hauser.

    Ort:
    LVR-Industriemuseum
    Papiermühle Alte Dombach
    51465 Bergisch Gladbach

    weitere Informationen:
    http://www.istdasmoeglich.lvr.de

  25. Frau Dr. Renate Goldmann hat das Leopold-Hoesch-Museum / Papiermuseum Düren zum Jahreswechsel 2017/18 verlassen

    Beginn Januar erfuhren wir, dass die Direktorin des Leopold-Hoesch-Museum / Papiermuseum Düren – Frau Dr. Renate Goldmann – nach achtjähriger Tätigkeit zum 31.12.2017 aus dem Museum in Düren ausgeschieden ist. Einen umfassenden Rückblick auf wichtigsten Projekte von Frau Goldmann in Düren finden Sie hier.
    Als ein wichtiger Meilenstein aus Sicht der Papiergeschichtsforschung bleibt die unter Leitung Frau Dr. Goldmanns (mit weiteren Beteiligten) organisierte Tagung „Paper is part of the picture. Europäische Künstlerpapiere von Albrecht Dürer bis Gerhard Richter“ vom 18. bis 21. März 2015 in Erinnerung. Anlässlich des 625 Jahrestages der Papierherstellung in Deutschland und dem 25jährigen Jubiläums des Papiermuseums Düren fand diese dem Thema „Künstlerpapiere“ gewidmete Tagung mit hoher internationaler Beteiligung statt. Das Zusammentreffen von Papiermachern, -händlern, -historikern, Kunstsammlern, Kuratoren und Restauratoren brachte interessante Aspekte zu den unterschiedlichen Facetten und Sichtweisen auf das Thema „Künstlerpapier“ zu Tage.

  26. Zum 77. Geburtstag von Ine und zum 90. Geburtstag von Dieter Pothmann – der DAP gratuliert herzlich!

    Dieter und Ine Pothmann (Foto: Hans-Georg Wöllmer)

    Ine und Dieter Pothmann – „Urgesteine“ des Deutschen Arbeitskreises für Papiergeschichte (DAP) – berichteten seit der 8. Tagung des DAP in Hemer (1997) regelmäßig von ihren papiergeschichtlichen Forschungen. In unserer Zeit sehr selten geworden, war und ist bei Pothmanns Papiergeschichte immer eng mit der eigenen Unternehmens- und Familiengeschichte verknüpft. Wie Dieter Pothmann selbst waren schon seine Vorfahren über mehrere Generationen Papiermacher.

    Durch sein primär sicher unternehmerisches Interesse am Rohstoff für die Wellpappenproduktion kam Dieter Pothmann fast zwangsläufig mit Altpapier und so den Papieren der Vorgänger in Berührung.
    Forschten Pothmanns zunächst zur eigenen Firmengeschichte, so beschäftigten sie sich anschließend mit Jakob Oechelhäuser und dessen Papiermaschinenbau (auch hier gab es wohl einen entfernten Familienbezug) und schließlich mit der Geschichte der Papierfabrik Trebsen (eng verbunden mit der Papierfabrik Wiede).

    Über ihr papiergeschichtliches Interesse kamen Ine und Dieter Pothmann zu IPH (International Paper Historians) und dort in Kontakt mit Sid und Elaine Koretsky (Museum of Paper History at the Research Institute of Paper History and Technology, Massachusetts, USA). Mit Koretskys unternahmen Pothmanns mehrere papiergeschichtliche Reisen (zu historischen Papierherstellungstechnologien) nach Asien, von denen sie auf den DAP-Tagungen mehrfach in Wort, Bild und Film berichteten.
    Auch das Engagement von Dieter und Ine Pothmann im Rahmen des Papierhistorischen Seminars für Studenten der TU Darmstadt und der Papiermacherschule Gernsbach an der Papiermühle Homburg soll hier nicht unerwähnt bleiben.

    In Anerkennung seiner Arbeiten erhielt Dieter Pothmann 1975 die Hans-Klemm-Denkmünze.

    Liebe Ine, lieber Dieter – wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Schaffenskraft!

  27. 25-Jähriges Bestehen der Werkstatt für Papier

    Gangolf Ulbricht feierte am 11.11.2017 das 25-jährige Jubiläum seiner Werkstatt für Papier mit einer Ausstellung im Projektraum des Kunstquartier Bethanien (Berlin). Gezeigt wurden ausgewählte Arbeiten auf und aus Papieren aus seiner Werkstatt. Seit 25 Jahren schöpft der 53-Jährige im Keller der Druckwerkstatt Papier (Kulturwerk des Berufsverbands Bildender Künstler, Berlin).

    Gangolf Ulbricht DW-Bericht

    Ulbricht absolvierte zunächst eine Papiermacherlehre in der Uckermark und studierte anschließend an der TU Dresden Verfahrenstechnik. Ausgestattet mit einem Stipendium machte er sich danach auf den Weg nach Japan, um dort bei verschiedenen Papiermachern seine Fertigkeiten und sein Wissen um die dortigen Techniken zu erweitern.
    Heute zählt Ulbricht mit seiner Werkstatt zu den geschätzten Spezialisten seines Faches. Er produziert für Künstler, Drucker, Designer, Architekten und Restauratoren. Gerade von letzteren lautete der Auftrag oftmals, ein Papier in Farbe, Dicke und Struktur originalgetreu nachzubilden. Ulbricht ist aber nicht nur mit alten Papierherstellungstechniken vertraut, sondern war beispielsweise auch Partner in einem Forschungsprojekt zur Herstellung von Papier im 3D-Drucker.

    Der DAP gratuliert herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg!

  28. Papiergeschichte am Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig

    Mit Ablauf des 31. Oktober 2017 ist in Leipzig Dr. Frieder Schmidt nach 25-jähriger Tätigkeit als Leiter der Papierhistorischen Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in den Ruhestand getreten. In der Zwischenzeit ist er wieder nach Stuttgart gezogen, wo er 1976-1983 an der Universität Stuttgart studiert hatte und 1990 mit einer papiergeschichtlichen Arbeit promoviert wurde.

    Frieder Schmidt auf der DAP-Tagung 2014

    Jetzt hat die Deutsche Nationalbibliothek die Stelle der Referatsleitung für das Referat DBSM.2 – Blattsammlungen, Archivalien, Nachlässe, Benutzungsorganisation ausgeschrieben:

    http://www.dnb.de/DE/Wir/Arbeitgeber/Stellen/3417DBSM2652Referatsleitung.html

    Bewerbungen können bis zum 8. Dezember 2017 eingereicht werden.

  29. PATENT-PAPIERFABRIK HOHENOFEN: WANDKALENDER 2018 „PAPIERSKULPTUREN“

    Wandkalender für 2018 von der Papierfabrik Hohenofen

    Der Wandkalender 2018 mit Ansichten aus der Patent-Papierfabrik Hohenofen ist in limitierter Auflage erschienen. Zum vierten Mal wird dieser besondere Ort aus einem spezifischen künstlerischen Blickwinkel vorgestellt. Der Kalender 2018 zeigt Papierskulpturen von Künstlerinnen und Künstlern, die in Ausstellungen in der Papierfabrik zu sehen waren. Die Beziehung zu dem ehemaligen Produktionsort und die prägnanten Räume stellen die Arbeiten in einen eindrücklichen Kontext.

    Format: 33,5 x 48,5 cm
    Preis: 26,00 Euro (zzgl. Versand).
    Bezug: über Fr. Fürstenberg vom paho. Zentrum für Papier

    Hier steht er zur Ansicht bereit: http://www.zentrumfuerpapier.de/seiten/PPF_Kalender_2018.html (Blättern durch Klicken oben rechts).

  30. Buntpapier-Treffen 2018 in Wien zum Thema: Das Buntpapier, seine Funktionen und seine Verwendung

    Buntpapiere hatten und haben unterschiedliche Funktionen – von der Verwendung am Buch über das Auskleiden von Schränken und Schachteln. Selten wird aber der Zusammenhang von Funktion und Technik oder von Funktion und Form untersucht. Das Schwerpunkthema der Tagung widmet sich u.a. den Fragen mit welcher Intention Buntpapiere hergestellt wurden bzw. werden oder ob und inwiefern verschiedene Techniken und Formen bevorzugt zu bestimmten Zeiten und für bestimmte Zwecke eingesetzt wurden bzw. werden.

    Termin: Freitag, 23. Februar und Samstag, 24. Februar 2018

    Ort: Josephinum, Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, 1090 Wien, Währingerstrasse 25, Vortragssaal

    Tagungszeiten:
    Freitag, 23. Februar 2018 13:00 – 18:00
    Samstag, 24. Februar 2018 09:30 – 12:30 und 13:30 – 18:00

    Um Einreichung von Beiträgen zu folgenden Themenbereichen wird gebeten:
    – Beispiele für den Einsatz von Buntpapieren jenseits des Bucheinbandes
    – Der Zusammenhang zwischen Technik, Form und Funktion des Buntpapiers: Lässt sich beispielsweise zeigen, dass für bestimmte Arten von Büchern, zu verschiedenen Zeiten, bestimmte Formen von Buntpapieren bevorzugt verwendet wurden und umgekehrt?
    – Unterschiedliche Funktionen des Buntpapiers in verschiedenen Ländern und Kulturen: Wann, wo und wofür wurden welches Arten von Buntpapieren verwendet?
    – Beispiele für „funktionslose“ Buntpapiere: Buntpapiere im Übergang von angewandter zu freier Kunst

    Wie immer sind aber auch über unser Schwerpunktthema hinaus Beiträge zu anderen Themen, zu eigenen Projekten etc. willkommen.

    Ferner wird ein interessantes Vorprogramm geboten. Hier steht zur Auswahl:

    Donnerstag, 22. Februar 2018, 19:00 – 21:00, Austausch von Buntpapiermacher/innen und Sammler/innen, Atelier Papierwespe, 1030 Wien, Kleistgasse 18/4, kostenfrei

    Freitag, 23. Februar 2018, 10:00, Führung Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, Kosten Euro 12.- Maximal 20 Teilnehmer. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung

    weitere Informationen zum Rahmenprogramm:
    Freitag, 23. 02. 2018, ab 18:30 Heuriger in Grinzing (Selbstbezahlung Kostenschätzung ca. 15 – 30 €)

    Samstag, 24. 02. 2018 12:30 Mittagessen (Selbstbezahlung Kostenschätzung: 10 – 15 €)

    Nachprogramm:
    Samstag, 24. 02. 2018, 16:00 Führung im MAK (Museum für Angewandte Kunst), angefragt!

    Um Anmeldung bis 5.12.2017 unter ilse.muehlbacher@gmx.at wird gebeten.

    Die Teilnehmerzahl sollte 45 Personen nicht überschreiten, Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldung berücksichtigt. Für die Tagung wird vor Ort € 45,- in bar als Kostenbeitrag eingehoben.

    Weitere Details zu bisherigen Tagung und zu Buntpapieren im Allgemeinen sind auch auf der Webseite http://www.buntpapier.org einzusehen.

  31. DAP-Tagung 2017 zum Thema Buntpapier

    Vom 7. bis 10. September 2017 kam der Deutsche Arbeitskreis Papiergeschichte (DAP) und zahlreiche Mitglieder des Arbeitskreises Buntpapier zu einer gemeinsamen Tagung zum Thema „Buntpapier“ zusammen.
    Frau Anja Lippert und ihre Kollegen von den Museen der Stadt Aschaffenburg, Herr Bernd Reichert (mit seinen Kollegen Herrn Krishna, Herrn Rimann und weiteren Mitarbeitern) von MDV Papier- und Kunststoffveredelung GmbH, Herr Thomas Brencick (und Kollegen) von der Transfertex GmbH & Co. und Johannes Follmer (und Familie) von dem Museum Papiermühle Homburg ermöglichten den Tagungsteilnehmern sehr interessante Einblicke zum Thema Buntpapier und Papiergeschichte. Aus zahlreichen Gesprächen mit Tagungsteilnehmern im Nachgang zu den Besichtigungen ging deutlich hervor, wie nachhaltig die Tagungsteilnehmer von dem Gesehenen beeindruckt waren. Unser herzlicher Dank hierfür nochmals !
    Dank der freundlichen und fachkundigen Unterstützung aus unserem Kreis – hier sind insbesondere Hans-Georg Wöllmer, Herr und Frau Stadelmann und Johannes Follmer zu erwähnen – gelang es ein sehr interessantes Rahmenprogramm zusammenzustellen.
    Ferner gilt der Dank allen Vortragenden, ohne die eine solche Tagung nicht möglich gewesen wäre.

    Anbei noch zwei Pressestimmen über unsere Tagung

    MainEcho (v.11.9.2017; S.18)

    Bericht über die DAP-Tagung zum Thema Buntpapier 2017 in Aschaffenburg

    und
    Homburger lokalen Presse
    Bericht über die DAP-Tagung zum Thema Buntpapier 2017 in Aschaffenburg

  32. 18. Buchbinder-Messe in Köln.

    Treffpunkt für Hand-Buchbinder, Restauratoren, Papier- und Schriftkünstler und ALLE andere Interessenten. Die Messe findet am Sonntag 22. Oktober 2018 statt
    von 11.00 bis 17.00 Uhr

    im
    Bürgerzentrum Engelshof,
    Oberstrasse 96
    D-51149 Köln.

    Affiche-Buchbinder-Messe-Köln-2017

  33. 4. Internationale Konferenz für Wasserzeichen in Digitalen Sammlungen (19. und 20. Oktober 2017, Wien – Österreich)

    Seit zwei Jahrzehnten ist auch das Gebiet der Wasserzeichenforschung von der Digitalisierung mehr und mehr erfasst und werden die bis dahin gedruckten Wasserzeichenkataloge durch Datenbanken ergänzt oder gar ersetzt. Ebenso sind in der Zwischenzeit zahlreiche neue Wasserzeichen-Sammlungen entstanden, die ausschließlich online/in digitaler Form verfügbar sind.

    Ziel dieser aller zwei Jahre stattfindenden Konferenz ist es, Interessierte, Papierexperten, Konservatoren, Kuratoren und andere, die auf dem Gebiet der Wasserzeichenforschung arbeiten oder sich für dieses Thema interessieren, zusammenzubringen, um neue Entwicklungen und Methoden auf dem Gebiet der Wasserzeichenkunde vorzustellen, zu diskutieren und mögliche zukünftige Projektideen zu entwickeln.

    Bei der diesjährigen Konferenz wird ein besonderer Schwerpunkt auf neuen Wasserzeichen-Sammlungen, Datenbanken und Projekten liegen, die sich entweder in der Planungsphase befinden oder in den vergangenen zwei Jahren in das Bernstein-Portal (www.memoryofpaper.eu) eingebunden worden. Hierbei soll es nicht nur um die technische Seite der Verknüpfung mit dem Bernstein-Portal gehen, sondern sollen insbesondere Hintergrundinformationen zu den einzelenen Sammlungen, ihrer Geschichte, der potenzielle Nutzer und zukünftigen Pläne gehen.

    Beispiel für Wasserzeichensichtbarmachung per Bildsubtraktion
    Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz ist die Aufnahme und Digitalisierungstechniken von Wasserzeichen (Erfahrungsberichte von traditionellen Methoden und Präsentationen neuer Techniken).

    Außerdem sind auch alle anderen Themen willkommen. Wenn Sie eine Präsentation geben möchten, melden Sie bitte vor dem 31. August an maria.stieglecker@oeaw.ac.at und / oder emanuel.wenger@oeaw.ac.at.

    Ihr Vorschlag für einen Vortrag sollte einen vorläufigen Titel, eine Zusammenfassung von 200-300 Wörtern und Ihre Kontaktinformationen enthalten. Die Sprache der Konferenz ist Englisch und die Vorträge sind auf 20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion begrenzt.

    Anmeldung zur Konferenz unter: http://www.memoryofpaper.eu/registration/4conf.html

    Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Jeder Teilnehmer organisiert und bezahlt Reisen und Unterkunft für sich selbst.

  34. Kleidung, Smartphone und Bananen aus Papier
    Wie die Chinesen ihre Liebe ins Jenseits senden

    In China ist Papier nicht nur vor über 2000 Jahren erfunden worden, sondern es spielt dort bis heute bei den Ritualen zum Tod von geliebten Menschen eine wichtige Rolle. Dinge, die der Verstorbene für ein gutes Leben im Jenseits braucht, werden ihm in Form von Nachbildungen aus Papier gesandt: Sie werden verbrannt und nehmen dabei den Weg in die Welt der Toten. Die Gaben orientieren sich an der Lebensweise und den Vorlieben des Verstorbenen – Kleidung und Speisen, Geld, aber auch Handtaschen, Computer, Häuser oder Musikinstrumente. Die Ausstellung beleuchtet dieses über tausend Jahre alte Ritual und seine heutige Praxis mit zahlreichen papierenen Opfergaben aus dem Jahr 2016.
    (Text: Auszug aus der Presseinformation des LVR-Industriemuseum Alte Dombach, Juni 2017)

    Häuser fürs Jenseits - Papieropfergaben am Friedhof von Nanking
    Häuser fürs Jenseits – Papieropfergaben am Friedhof von Nanking / Foto: Thomas Täubner Kürten, 2016

    Ausstellung im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
    in Bergisch Gladbach vom 12. März bis zum 22. Dezember 2017

    Öffnungszeiten:
    Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr
    Samstag und Sonntag 11 – 18 Uhr

    Führungen: Sonntag, 9. Juli, 10. September, 8. Oktober und 12. November, jeweils 14 Uhr

    „Papierene Brandopfer im chinesischen Ahnenkult
    Über das wichtigste Glaubenssystem der Chinesen“
    Vortrag mit Führung und anschließender Diskussion
    Sonntag, 26. November 2017, 11.30 Uhr

    Eintritt 3 €, ermäßigt 2,50 €, Kinder und Jugendliche frei

    Begleitprogramm und weitere Informationen unter http://www.industriemuseum.lvr.de

  35. Bahnriss?! Papier | Kultur // Eine virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek kuratiert vom Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek

    Anlässlich des Welttages des Buches geht am 23. April 2017 die virtuelle Ausstellung „Bahnriss?! Papier | Kultur“ online. Die Ausstellung nimmt die wechselvolle Geschichte des Allerweltstoffes Papier unter die Lupe. Von der Lumpenwirtschaft vorindustrieller Zeiten über das Sicherheitswasserzeichen und stillgelegte Zeitungsdruckpapierfabriken spannt die Schau den Bogen bis in die Gegenwart. Die enge Bindung von Papier und Kultur, die unsere Zivilisation über Jahrhunderte geprägt hat, bekommt durch die modernen Medien Konkurrenz – eine Konkurrenz, die nicht etwa den Untergang der Kultur einleitet, sondern die zu ganz neuen Lösungen führen kann.

    Die virtuelle Ausstellung „Bahnriss?! Papier | Kultur“ macht die wissenschaftlichen Recherchen zur gleichnamigen Wechselausstellung, die 2016 im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig zu sehen war, für ein breites Publikum weltweit zugänglich und sichert zugleich die nachhaltige Verfügbarkeit.

    http://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/bahnriss

    Pressemitteilung hierzu: http://www.dnb.de/DE/Aktuell/Presse/bahnrissDDB.html

  36. Zum heutigen 65. Geburtstag von Frieder Schmidt – der DAP gratuliert herzlich und wünscht alles Gute!

    Dr. Frieder Schmidt – seit 1992 Sammlungsleiter der Papierhistorischen Sammlung am heutigen Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig – ist sicher den meisten Aktiven in der Papiergeschichtsforschung als DIE Anlaufstelle und DER Netzwerker bekannt. Für viele unter uns ist Frieder Schmidt der Erstkontakt (um einen für das Gebiet der Papiergeschichtsforschung zu begeistern), ein Katalysator (für das Schärfen von Forschungsansätzen), ein Multiplikator (für den Fortgang vieler Forschungsprojekte), der Wahrer und Bewahrer von einem riesigen Fundus papierhistorischer Quellen, der stets einen kollegialen Zugang ermöglichte.
    Neben seiner jahrzehntelanger Rolle als „Vorsitzender“ des Deutschen Arbeitskreises für Papiergeschichte war und ist er in den zurückliegenden Jahren für den Arbeitskreis Buntpapier und zahlreiche weitere Projekte eine große Stütze (z.B. „Bernsteinprojekt“) gewesen.

    Lieber Frieder – heute (zum 6.4.2017) sei Dir ganz herzlich im Namen aller, die sich durch Dich für papiergeschichtliche Fragen (und Antworten) begeistern ließen, gratuliert und alles Gute gewünscht!

  37. Seit 480 Jahren Papier aus Penig

    Am 14.April 1537 erfolgte die Begründung der Papierherstellung in Penig. Zum Bau der Papiermühle erhielt der aus Glauchau stammende Burckhardt Schmidt vom Burggrafen Hugo von Leisnig ein Darlehen von 200 Meißnischen Gulden und einen Bauplatz. Über diesen Vorgang wurde die unten abgebildete Urkunde ausgestellt.

    Die Peniger Papiermühle war eine der ersten an der Zwickauer Mulde. Die Untere Papiermühle Glauchau entstand schon um 1525, wurde aber letztmalig 1849 erwähnt. Die Gründung der Papiermühle Colditz erfolgte 1543.
    Bis 1603 war die Papiermühle im Besitz der Familie Schmidt. Neuer Besitzer wurde Caspar Lenckersdorffer I. 1729 kaufte Johann Christian Keferstein die Papiermühle. Sie blieb mehr als 100 Jahre in Familienbesitz. In dieser Zeit, 1772, wurde das erste deutsche Papiergeld, die „Churfürstlich Sächsischen Cassenbillets“, gedruckt. Lieferant des Papieres war die Papiermühle Penig.
    1834 ist für die weitere Entwicklung der Papiermühle ein entscheidendes Jahr: Ferdinand Traugott Flinsch, Papiergroßhändler aus Leipzig, wurde Teilhaber seines Vetters Gustav Franz Keferstein an der Papiermühle. Auf Betreiben Flinschs erfolgte der Kauf der ersten Papiermaschine 1835. Der Anlauf derselben war mit großen Schwierigkeiten verbunden, worauf Keferstein das Unternehmen verlies und Flinsch am 25. Juni 1836 alleiniger Inhaber wurde. Durch Aufstellung weiterer Papiermaschinen wuchs das Unternehmen ständig.
    Während bis 1836 jährlich nur ca. 30 t handgeschöpfte Papiere den Betrieb verließen, betrug die Jahresproduktion 1872 schon 2000 t. Der steigende Kapitalbedarf führte 1872 zur Aufgabe des Modells eines Familienunternehmens und Gründung der Aktiengesellschaft „Patentpapierfabrik zu Penig“. Flinsch blieb Teilhaber. Weitere Investitionen und Zukäufe, wie z.B. der Papierfabrik Wilischthal, ließen das Unternehmen zu einem der größten Papierhersteller Deutschlands wachsen.
    Beide Weltkriege überstand das Unternehmen ohne große materielle Schäden. Schon im Herbst 1945 gelang es, die Produktion langsam wieder in Gang zu bringen. Es erfolgte weiterhin die Fertigung einer breiten Palette von grafischen Papieren, Schreib- und Löschpapieren sowie speziellen technischen und Verpackungspapieren. Ein neues Produktionssegment waren Verarbeitungs-erzgeunisse wie z.B. Schreibhefte und Schreibblocks.
    Ende 1958 erfolgten erste Versuche mit Dekorpapieren. Nach Einstellung der Produktion von Schreib- und Druckpapieren 1975 wurden diese in einer breiten Palette von Farbstellungen für die verschiedenen Verarbeitungstechnologien zum Standardprogramm. Die Jahresproduktion betrug 1989 29.500 t.
    Nach der politischen Wende 1989 mussten neue Märkte erschlossen werden. Am 1.9.1991 kaufte die Firma Felix Schoeller jr. GmbH & Co. KG, Osnabrück, den Betrieb. Nach gründlicher Analyse des Anlagenbestandes wurden viele Investi-tionen getätigt, die bis Ende 2015 die 40 – Millionen- Grenze überschritten. 2016 kam ein neues Kraftwerk zur Aufstellung.
    Penig hat heute wieder einen festen Platz als zuverlässiger Lieferant von Dekor-papieren und Gegenzugpapieren für Fußbodenlaminat im In- und Ausland. Die Jahresproduktion beträgt in Abhängigkeit von der Auslastung der Arbeitsbreite der Papiermaschine bis zu 30.000 t/Jahr.
    Penig ist die älteste Papierfabrik Deutschlands, die seit ihrer Gründung noch heute am Gründungsstandort produziert.

  38. Frieder Schmidt zum 200. Geburtstag: Heinrich Voelter

    Nur wenige Monate nach dem 200. Geburtstag des Holzschlifferfinders Friedrich Gottlob Keller am 27. Juni 1816 gilt es, sich der Geburt seines Geschäftspartners Heinrich Voelter zu erinnern. Dieser war am 1. Januar 1817 als Sohn des Papierfabrikanten Heinrich Bernhard Voelter (1784-1847) in Heidenheim an der Brenz zur Welt gekommen. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in einer Weberei und Färberei. Bereits in seiner Jugend arbeitete er mit dem Heilbronner Papiermaschinenbauer Johann Jakob Widmann (1799-1876?) und mit dem Heidenheimer Mechaniker Johann Matthäus Voith (1803-1874) zusammen. Als junger Mann war er nach Bautzen in die Papierfabrik von Carl Friedrich August Fischer (1778-1842) berufen worden, weil er sich mit den frühen deutschen Papiermaschinen auskannte, und wurde dort nach dem Tod des Eigentümers zum Technischen Direktor ernannt. Am 19.und 20. Juni 1846 besuchte ihn Keller in Bautzen, und nachdem der sächsische Blattbindermeister sein Holzschleifverfahren demonstriert hatte, kam es zwischen den beiden zu einer Vereinbarung, wie sie dieses gemeinsam nutzen wollten.

    Heinrich Voelter verließ 1847 seine Direktorenstelle in Bautzen und kehrte nach Heidenheim zurück und bemühte sich seit seiner Übereinkunft mit Keller systematisch um eine Patentierung des Verfahrens im In- und Ausland, wobei die Schutzdauer oft nur fünf Jahre betrug. Der Papierfabrikant Adolf Benedello hat diese Anstrengungen 1957 in seinem Werk „Keller – Voelter“ ausführlich dokumentiert.

    Seit 1847 enthielt das aus Heidenheim gelieferte Papier des „Schwäbischen Merkur“ bis zu fünfundzwanzig Prozent Holzstoff. Die „Allgemeine Ausstellung deutscher Industrie- und Gewerbs-Erzeugnisse“, die 1854 in München stattfand, brachte Voelter seine erste öffentliche Anerkennung. Eine Medaille II. Klasse erhielt Heinrich Voelter für ein Sortiment von Papieren mit Holzbeimischung, das er auf der Pariser Weltausstellung von 1855 präsentierte. Die Zusammenarbeit mit dem Heidenheimer Mechaniker Johann Matthäus Voith trug Früchte. Von 1852 bis 1860 entstanden einundzwanzig Holzschleifer, die Voelter an in- und ausländische Kunden lieferte. 1859 war von Johann Matthäus Voith der Raffineur als wichtige Verfahrensverbesserung erfunden worden. Dies hielt Voelter nicht davon ab, diese Maschine 1861 unter seinem eigenen Namen patentieren zu lassen, was zu allerhand Auseinandersetzungen führte.

    1863 beteiligte sich Voelter an der neu gegründeten Maschinenfabrik Gebr. Decker & Co. in Cannstatt. Diese Firma benutzte die 1867 erneut in Paris abgehaltene Weltausstellung zur Demonstration einer kompletten Holzschleiferanlage. Die Werbekampagne erzielte viel Aufmerksamkeit. Im Anschluss kam es zu vielen Bestellungen aus Skandinavien und Amerika. Bis 1879 betrieb Heinrich Voelter sein 1858 eingerichtetes technisches Büro, dem ursprünglich auch Friedrich Voith, der Sohn des Mechanikers J. M. Voith und Absolvent des Stuttgarter Polytechnikums, angehörte. Heinrich Voelter starb am 12. September 1887 im Alter von 70 Jahren.

    Ernst Raithelhuber, langjähriger Archivar der Maschinenfabrik J. M. Voith in Heidenheim (Brenz), betonte 1966, wie hilfreich die neue Branche für viele Gegenden war: „Die Einführung des Holzschleifereiwesens hatte für die Volkswirtschaft vieler Länder bedeutsame Folgen. Nicht mehr florierende Mahlmühlen, Spinnereien, alte Sägewerke und Eisenhämmer konnten nun durch die verbesserten Ausnutzungsmöglichkeiten ihrer Wasserkräfte zu rentablen Handelsholzschleifereien ausgebaut werden. Sie lagen vorwiegend abgelegen in holzreichen Gegenden und konnten dort das Holz billig heranschaffen. Der Holzschliff wiederum eignete sich in Pappenform für den Transport weit eher als das voluminöse Nadelholz.“

    Doch bereits vor 50 Jahren stellte Ernst Raithelhuber auch fest: „Abgesehen von Gedenkartikeln, die von Zeit zu Zeit in den Fachbüchern und –Zeitschriften der Holzstoff- und Papierindustrie über ihn erscheinen, ist es seitdem still um ihn geworden. Dagegen wurde F. G. nach seinem Tod weitergehende Ehrungen zuteil: am 18. 10. 1908 wurde in Hainichen ein Denkmal für diesen Erfinder des Holzschliffs enthüllt.“

    Text: Frieder Schmidt

    Literatur & Verweise:
    https://www.swp.de/heidenheim/lokales/heidenheim/heinrich-voelters-geburtstag-jaehrt-sich-zum-200.-mal-14239517.html

    Benedello, Adolf: Keller — Voelter. Hagen-Kabel 1957.

    Raithelhuber, Ernst: Heinrich Voelter. Pionier des Holzschleifereiwesens ; Papierfabrikant in Heidenheim an d. Brenz ; 1817-1887. In: Lebensbilder aus Schwaben und Franken. Bd. 10. Stuttgart, 1966. – S. [388]-414.

  39. Hinweise von Frieder Schmidt für die Jahresplanungen 2017:

    Buntpapier-Workshop an der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig vom 24. + 25. Februar 2017. Das Tagungsprogramm befindet sich im Moment noch in der Feinabstimmung und wird im Januar 2017 an dieser Stelle auch bekanntgegeben.

    Aktuelle Ausstellung in Augsburg:
    „Mehr als Muster – Bunt- und Vorsatzpapiere aus der Grafischen Sammlung“
    21. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017; Grafisches Kabinett im Höhmannhaus, Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg
    Öffnungszeiten: Di – So 10-17 Uhr
    Eintritt frei

    In Straßburg findet gegenwärtig diese Ausstellung statt:
    „Alter Ego“ -Freundschaften und Netzwerke vom 16. bis zum 21. Jahrhundert
    Diese Ausstellung zum Thema „Stammbücher“ zeigt die WLB in Kooperation mit ihrer französischen Partnerbibliothek vom 30. November 2016 bis zum 12. Februar 2017 an der Bibliothèque Nationale et Universitaire in Straßburg.
    http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/kulturprogramm/ausstellungen/ausstellung-strassburg/
    http://www.bnu.fr/de/node/17663

    Wer Zeit hat, sei am 24. Januar in Berlin herzlich willkommen:
    http://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/wissenswerkstatt/?action=details&client=1&appointment=249

    Der Deutsche Arbeitskreis für Papiergeschichte (DAP) wird sich im September 2017 in Aschaffenburg treffen und u.a. interessante Exkursionen unternehmen:
    http://www.ak-papiergeschichte.de/tagungen/dap-tagung-2017-zum-thema-buntpapier/

  40. Zum heutigen 90. Geburtstag von Wolfgang Schlieder – der DAP gratuliert herzlich und wünscht Alles Gute!

    Dr. Wolfgang Schlieder – langjähriger Sammlungsleiter (1969-1991) der Papierhistorischen Sammlung am heutigen Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig – legte im Rahmen des Symposiums „Zum Stand der Papiergeschichtsforschung“ am 3. und 4. November 1990, zusammen mit Dr. Günther Bayerl und Dr. Rolf Stümpel, die Fundamente für den Deutschen Arbeitskreis für Papiergeschichte. Im Wissen um sein Wirken ehrten ihn 1996 Fachkolleginnen und Fachkollegen aus dem In- und Ausland anlässlich seines 70. Geburtstags mit einer Festschrift „Papiergeschichte(n)“ (vgl. http://d-nb.info/948900350).
    Heute (zum 16.12.2016) sei ihm ganz herzlich gratuliert im Namen aller, die sich durch ihn für papiergeschichtliche Fragen (und Antworten) begeistern ließen.

  41. Jahresrückblick des Traditionsvereins Papierfabrik Fockendorf 2016

    Dank der hohen Einsatzbereitschaft konnten wir in diesem Jahr einen Besucherrekord erreichen. Über 2.100 Besucher haben im Jahr 2016 von März bis November unsere Museen aufgesucht, darunter 61 Gruppen an Wochentagen und davon 26 Schulklassen. Unsere externen Veranstaltungen begannen 2016 mit einem Paukenschlag und zwar mit der Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin. Außerdem haben wir uns an einer Veranstaltung in Marienberg, an den Westerntagen in Haselbach und am Rositzer Bauernmarkt beteiligt.

    Im Laufe der Saison 2016 haben wir drei Sonderausstellungen gestaltet. Die erste wurde im März unter dem Titel „Erstaunliche Kunstwerke aus Papier“ eröffnet. Schwerpunkt dabei waren Papierplastiken des sächsischen Künstlers Horst Schumann, die viel bewundert worden sind. Eine zweite Sonderausstellung war Friedrich Gottlob Keller gewidmet, dem Erfinder des Holzschliffs. Die dritte Sonderausstellung war dem 20jährigen Jubiläum unseres Vereins gewidmet, der 1996 gegründet worden war.

    Auch 2016 haben wir erhebliche Zuwendungen erhalten. Erneut wurde mit der Mitteldeutschen Gasversorgung GmbH (MITGAS) ein Sponsoringvertrag abgeschlossen und wir erhielten von dieser Firma wieder 500,- €. Vom Landratsamt erhielten wir eine Zuwendung aus Mitteln der Thüringer Ehrenamtsstiftung zur Förderung des Ehrenamtes in Höhe von 450,- €. Außerdem erhielten wir mehrere bedeutende Sachzuwendungen. Im März dieses Jahres hat uns die Urenkelin des letzten privaten Besitzers der Papierfabrik Greiz, Felix Günther, dessen papiergeschichtlichen Nachlass übereignet. Es handelt sich dabei um über 200 kg Material, darunter mehr als 20 Fotoalben, zahlreiche gerahmte Bilder und unzählige originale Dokumente aus der Zeit vom 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Des Weiteren hat uns die Papierfabrik Grünperga in Grünhainichen eine historische Wickelpappenmaschine kostenlos angeliefert und die Firma Heimbach GmbH & Co. KG hat uns im Dezember zwei neue Trockensiebe im Wert von insgesamt 1.114,- € für unsere Papiermaschine gesponsert.

    Die Übernahme des papiergeschichtlichen Nachlasses des Greizer Papierfabrikanten Felix Günther hat uns dazu bewogen, in der kommenden Saison eine Sonderausstellung über die Papierfabrik Greiz zu gestalten. Diese Fabrik ist heute die älteste Papierfabrik in Thüringen, die noch existiert, sie wurde 1591 gegründet. Unser Verein steht schon seit vielen Jahren in Kontakt mit der Greizer Firma und es gibt dort großes Interesse und auch Unterstützung für diese Sonderausstellung, die am 25. März 2017 eröffnet werden soll.

    Nach wie vor ist unser Wasserkraftwerk die wichtigste Finanzierungsquelle. In diesem Jahr haben wir für die Einspeisung von Elektroenergie eine Vergütung von 5.280 € von der Firma MITNETZ erhalten. Leider gab es 2016 aber auch immer wieder Stillstände des Kraftwerks, wegen notwendiger Reparaturen, Wassermangel und Vereisung.

    Gegenwärtig hat der Verein 26 Mitglieder, aber für die Betreuung der Besucher, vor allem an den Wochentagen kommen praktisch nur die Mitglieder infrage, die nicht mehr berufstätig oder anderweitig gebunden sind. Diese Situation führt zwangsläufig dazu, dass künftig nicht mehr alle Anmeldungen von Gruppen, insbesondere von Schulklassen angenommen bzw. realisiert werden können, was natürlich einen Rückgang der Besucherzahlen nach sich ziehen wird. Aus gleichem Grund können wir auch nur noch in Ausnahmefällen externe Veranstaltungen durchführen.

    Saisonbeginn im Jahr 2017 wird wiederum im März sein.

    Frank Heinzig
    Vereinsvorsitzender (12.12.2016)

  42. Rückblich auf den Tag der offenen Tür in der Peniger Papierfabrik am 15.10.2016

    Einen ausführlichen Bericht, reichlich bebildert über den Tag der offenen Tür in Penig finden Sie unter:
    http://www.mironde.com/litterata/5659/allgemein/tag-der-offenen-tuer-in-der-peniger-papierfabrik

    Die Geschichte der Papierfabrik Penig stellt unser langjähriges DAP-Mitglied, Heiner Unger, in seinem jüngst (Sept. 2016) erschienen Buch: Die Papierfabrik Penig. Geschichte und Geschichten (80 Seiten mit zahlreichen Fotos und Abbildungen, UVP 12,50 Euro, ISBN 978-3-96063-001-2) ausführlich dar. Hierbei baut er auf seine früheren Veröffentlichungen (Johannes Mädel/ Heiner Unger: Die Peniger Papiermühle und ihre Wasserzeichen. Ein historischer Streifzug durch die Jahrhunderte.; 2005 und Heiner Unger: 475 Jahre Papier aus Penig, 2013) auf.

  43. „Frühling, Sommer, Herbst & Winter“ – Origami-Ausstellung in Freiburg im 3-Ländereck

    Vom 29. Oktober bis 1. November 2016 veranstaltet der Triogami-Stammtisch (Trio=Mitglieder aus dem Dreiländer-Eck Deutschland-Frankreich-Schweiz) im großen Ausstellungssaal der AWO-Begegnungsstätte eine Ausstellung mit zahlreichen Objekten, die mit der ganzen Bandbreite industrieller bunter Papiere aus Japan, Frankreich, Holland, Österreich und Deutschland gefaltet wurden. Auch unser langjährige DAP-Tagungsteilnehmerin Christine Trautwein wird einige Ihrer Objekte zeigen. Ferner findet ein Workshops für groß und klein statt und können original-japanischer Origami-Papiere gekauft werden.

    Eröffnung der Ausstellung:
    Samstag, 29. Oktober um 11.00 Uhr

    Öffnungszeiten:
    MO- SA: von 10.00 bis 17.00 Uhr
    SO: von 14.00 bis 17.00 Uhr

    Adresse:
    AWO-BEGEGNUNGSSTÄTTE – Tennenbacher Straße 38 – 79106 Freiburg i. Br.

  44. Heute erreicht uns die traurige Nachricht, dass Ekkehard Schaarschmidt, einer unserer langjährigen DAP-Teilnehmer, am 5.10.2016 verstorben ist. Mir persönlich wird Herr Schaarschmidt insbesondere mit seinen Diskussionsbeiträgen in Erinnerung bleiben, mit denen er unserem Arbeitskreis Standpunkte aus Sicht der Papierindustrie näherbrachte.
    Traueranschrift: Familie Schaarschmidt, Langenhagen 60, 33617 Bielefeld.

    Ekkehardt Schaarschmidt (1921-2016)

  45. Rückblick auf die Vorführung des Japanischen Papiermeister NAITŌ im „Lichthof“ des Deutschen Technikmuseums Berlins

    Nach einer Einführung in Wort und Film am 27.9.2016 im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin über die Herstellung von Japanpapieren fand ein öffentliches Gespräch zwischen dem japanischen Papiermachermeister NAITŌ und dem Berliner Papiermacher Gangolf Ulbricht statt. Gangolf Ulbricht – seit vielen Jahren selbst Meister seines Faches – verbrachte während seines einjährigen Japanaufenthaltes 1998 mehrere Wochen in der Werkstatt von NAITŌ in Sichtweite des Berges Fuji, um dort die ganz traditionelle Art des Papierschöpfens in Japan kennenzulernen.

    Die „traditonelle japanische Art“ beim Handschöpfen bedeutet, dass ausschließlich Fasern aus dem Bast von Kozo-, Mitsumata- oder Gampisträuchern, unter Zusatz von Nori und Wasser in die Stoffbütte gegeben werden. Das Schöpfsieb besteht aus mehreren stirnseitig aneinander gestoßenen Bambusstengeln identischen Durchmessers, die von Fäden umschlungen nebeneinander gebunden werden. Hierdurch bleibt das Sieb in einer Richtung sehr flexibel, was das „abgautschen“ (die Abnahme des feuchten Papierbogens vom Sieb) sehr erleichtert. Da dies in einer rollenden Bewegen geschiet, spricht man auch vom Rollsieb. Zum Schöpfen eines gleichmäßigen Bogens muss jedoch die absolute Planlage des Siebes gewährleistet sein. Daher wird das Sieb für den eigentlichen Schöpfvorgang in einen Rahmen eingespannt.
    Beim Schöpfen nach der „Nagashi-zuki“-Methode werden zunächst 2 bis 3 dünnste Faserlagen auf dem Rollsieb abgelegt, auf die dann eine dickere Zwischenlage und abschließend nochmals eine dünne Faserlage aufgeschöpft werden. Im Gegensatz zur europäischen Handschöpferei wird das Sieb zur Herstellung eines Bogens mehrfach (üblicherweise vier- bis neunmal) in die Bütte getaucht. Anschließend wird das Rollsieb mit dem neuen Bogen aus dem Schöpfrahmen genommen und direkt Bogen auf Bogen abgegautscht. Anders als in Europa üblich werden also keine Filze zwischengelegt. Papiermachermeister NAITŌ hilft sich hier lediglich mit einem dünnen Faden, den er je Lage dazwischenlegte. Dies erleichtert die spätere Trennung der noch feuchten Bogen. Über Nacht werden diese ganz langsam gepresst. Nach traditioneller japanischer Papierschöpfmethode werden die Bögen anschließend auf Trockenbretter – wegen seiner Saugfähigkeit aus Gingkoholz – aufgestrichen und in die Sonne zum Trocknen gestellt. Um das frühzeitige Abrollen der noch nicht ganz durchgetrockneten Bogen zu verhindern, werden die Trockenbretter mit einem feuchten Kamelienblatt eingerieben.
    Nach NAITŌs Angaben schöpfen heute in Japan noch ca. 160 Papiermachermeister in dieser traditionellen Art. Seine Ein-Mann-Tagesproduktion liegt bei ca. 200 Bogen. Im November 2014 wurde die Tradition des japanischen Papierschöpfens („Washi“ – zu dtsch. Japanpapier), durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

    Von 29. September bis 1. Oktober 2016 führte Herr NAITŌ im Deutschen Technikmuseum Berlin seine traditionelle japanische Papierherstellung praktisch vor. Lediglich Mitsumatafasern – die ein weiches Papier ergeben – der Schleim der Nori-Pflanze und Berliner Wasser diente als Rohstoffe für seine dort vor einem interessierten Publikum hergestellten Papiere. Er arbeitete mit der Original-Ausrüstung einer japanischen Handschöpferei, die ursprünglich von der JAPICO Drissler Feinpapiere KG aus Japan nach Deutschland gebracht und sich seit den 1980er-Jahren im Besitz des Deutschen Technikmuseums befindet. Herr NAITŌ ware bereits im Jahr 2000 mit einer vergleichbaren Veranstaltung schon einmal zu Gast in Berlin. Es gibt wohl kaum authentischere Methoden, in Europa mehr über die japanische Papierherstellung zu erfahren, außer sie an Originalgeräten von Meistern ihrer Zunft vorgeführt zu bekommen. Trotz der sprachlichen Hindernisse konnte man so einen anschaulichen und vor allem authentischen Einblick in die jahrhundertealte Kunst der japanischen Papierherstellung gewinnen. Den Organisatoren – der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Gangolf Ulbricht und den Gastgebern (dem Deutschen Technikmuseum Berlin und hier insbesondere Herrn Prof. J. Hoppe, Frau Wallbach und Herrn Schröder) – sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

    Papiermachermeister Naito bei einer Vorführung im Deutschen Technikmuseum Berlin im September 2016

  46. Einführung in die Geschichte und Herstellung von Washi in Japan

    Am 27.9.2016 um 19:00 wird im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (Saargemünder Str. 2) der Japanische Papiermeister NAITŌ Tsuneo eine Einführung in die Geschichte und Herstellung von Washi in Japan geben. Im Anschluss erfolgt ein moderiertes Gespräch zwischen Herrn NAITŌ und Herrn Gangolf Ulbricht.
    Um Anmeldung mit Stichwort „PAPYRUS“ unter kultur@jdzb.de wird gebeten.

    Vom 29. September bis 1. Oktober 2016 wird Herr NAITŌ im sogenannten „Lichthof“ des Deutschen Technikmuseums Berlin mit seinen Vorführungen (11:00- 16:00) einen Einblick in die traditionelle japanische Papierherstellung (insbesondere für Kalligraphie- und Zeichenpapiere) geben.

  47. PapierMarkt mit Trödelständen
    im LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach

    am Sonntag, den 4. September 2016 von 11 bis 18 Uhr

    Die Papiermaschinenhalle und das Museumsgelände verwandeln sich in einen bunten Markt. Im Mittelpunkt stehen Schönes und Ausgefallenes aus Papier: handgeschöpfte und marmorierte Papiere, Bücher und Alben, Schachteln und Dosen, Schmuck, Schalen und vieles mehr. Auch bei Kunsthandwerkern, die mit anderen Materialien arbeiten, oder an den Trödelständen lässt sich vielleicht das ein oder andere Schätzchen finden. Herzhaftes und Süßes für den Magen ergänzen die bunten Stände.
    Der Eintritt zum Markt ist frei!

    Museumseintritt: Erwachsene 4,50 €, erm. 4 €,
    Kinder/Jugendliche bis 18 Jahren frei

    http://www.industriemuseum.lvr.de
    Besucherinformationen: kiR – kulturinfoRheinland, Tel.: 02234/ 99 21 555

  48. 33. IPH-Kongress in Valencia (Spanien) vom 20. – 24.9.2016

    Im Jahr 2016 steht die aller zwei Jahre stattfindende IPH-Tagung unter dem Motto „The Paper Road from Xàtiva and Valencia to the Mediterranean countries and to the New World“. Wegen des dicht gefüllten Vortragprogrammes, finden meist je Vorträge parallel statt. (Leider) sind viele Vorträge nicht in Englisch. Die Anmeldung/Registrierung zum IPH-Kongress ist inzwischen auch online unter:

    http://www.paperhistory.org/registration/

    möglich.

  49. Rückblick auf die DAP-Tagung 2016

    Vom 16.-19.6.2016 tagte der Deutsche Arbeitskreis Papiergeschichte (DAP) im Zusammenhang mit einer Festveranstaltung zu Ehren Friedrich Gottlob Keller anlässlich dessen 200.Geburtstages in Hainichen, Freiberg und Weigmannsdorf.
    Teile dieser Tagung wurden durch die Stadt Hainichen, den Akademischen Papieringenieurverein an der TU Dresden e.V. (APV), den Vereinigten Papierfachverband Sachsen/Thüringen (VPM) und dem Deutschen Arbeitskreis Papiergeschichte gemeinsam organisiert.

    Dem vielseitigen und unterhaltsammen Festakt in der Aula der Keller-Oberschule in Hainichen, folgte ein Festkonzert in der Trinitatiskirche Hainichen.

    Fachvorträge anlässlich des Keller Jubiläums (gemeinsamme Fachtagung im Freiberger Brauhof):
    • Begrüßung durch Herrn Ocken
    • F.Schmidt, „Kellers Holzschliffverfahren – Invention, Innovation und Diffusion“
    • H.Cedra, „Rohstoffsituation der Papiererzeugung vor der Erfindung des Holzschliffs am Beispiel der Lumpensammlung“
    • F.Niethammer, „Erstanwendung von Kellers Holzschliff in der Papierfabrik Kriebstein“
    • C.Bleyl, W.Göhler, H.Koch und R.Ocken, „Ausbreitung des Holzschliffverfahrens in Sachsen und seine Auswirkungen auf den einheimischen Maschinenbau“
    • D.Kutschke und E.Möller, „Schleifersteinproduktion in der Sächsischen Schweiz“
    • S.Heinemann, „Holzstoffprüfung vom 19.Jahrhundert bis zur Gegenwart“
    • P.-G.Weber, „Bedeutung von Holzstoff in Gegenwart und Zukunft“

    Am Nachmittag setzte der DAP seine eigene Tagung nach einer Exkursion in die letzte Holzschleiferei Deutschlands im Gasthof Weigmannsdorf fort.

    • Frau Prof. Ulrike Hähner stellte eindrücklich die „Herausforderungen für die Restaurierung von Archiv- und Bibliotheksgut auf Papier/Karton – ein Überblick“ dar, die sich gegenwärtig für die Bestandserhaltung ergeben.
    • Im Anschluss hieran brachte uns Frau Laura Völkel (M.A.) mit ihrem Vortrag „Die Untersuchung von Nanocellulosen für einen Einsatz in der lokalen Papierstabilisierung“ einen in der Restaurierung neuartigen Rohstoff nahe.
    • Herr Wolfgang Gottschalk stieß mit seinem Vortrag „Celluloseabbau – Ansätze zur Konsolidierung spröder Blattfragmente“ spannende Diskussionen nicht nur über gelungene oder weniger gelungene Restaurierungen an.
    • Nach der Kaffepause vertiefte der Vortrag von Frau Claudia Förster mit ihrem „Abriss über die Geschichte der Streicherei – von der Bürstenstreicherei zur Inkjetpapierbeschichtung“ unsere am Vormittag auf der Exkursion gewonnenen Erkenntnisse.
    • Der Vortrag von Herrn Joachim Preuss zur „Faszination Papiermaschine“ gab einen Einblick über die verschiedenen Entwicklungen in der mehr als 200-jährigen Geschichte des Papiermaschinenbaues.
    • Abschließend gab Herr Dieter Pothmann einen „Rückblick auf das Papierhistorische Seminar in Homburg und die dortigen Holzschleifversuche“.

    Der Dank des DAPs gilt der Firma Felix Schoeller, die uns interessante Einblicke gab, und ferner nochmals Hans-Georg Wöllmer, der für einen reibungslosen Tagungsablauf sorgte!

    Weitere Details zur DAP-Tagung 2016 finden Sie hier.

  50. Am 12. Juni um 15 Uhr wird im Kulturhaus Zanders die Ausstellung: „Ergens, een plek – Irgendwo, ein Ort – Somewhere, a place“ mit einer Klangperformance Edo Hebinck & Laurens van der Zee eröffnet. Ausgestellt werden vom 12.6.2016 bis zum 3.7.2016 Papierarbeiten von KünstlerInnen aus den Niederlanden und Deutschland.

    Kulturhaus Zanders
    Hauptstraße 267 – 269
    51465 Bergisch Gladbach
    Öffnungszeiten Di / Do / So 15 – 18 Uhr

  51. Papier autark – 30 Jahre International Asseciation of Hand Papermakers and Paper Artists (IAPMA)

    Im Museum Papiermühle Homburg (www.papiermuehle-homburg.de) sind vom 1. Mai bis 25. September 2016 Arbeiten von 20 deutschen Papierkünstlern der IAPMA zu sehen. Zum Abschluß von „Papier autark“ veranstaltet das Museum einen Papiermarkt mit vielen Ausstellern und Aktionen „Rund ums Papier“.

  52. Die nächste Tagung des Deutsche Arbeitskreis Papiergeschichte (DAP) wird im Zusammenhang mit einer Festveranstaltung zu Ehren Friedrich Gottlob Keller anlässlich seines 200.Geburtstages vom 16.-19.6.2016 in Hainichen, Freiberg und Umgebung stattfinden.
    Teile dieser Tagung werden durch die Stadt Hainichen, den Akademischen Papieringenieurverein an der TU Dresden e.V. (APV), den Vereinigten Papierfachverband Sachsen/Thüringen (VPM) und dem Deutschen Arbeitskreis Papiergeschichte gemeinsam organisiert. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter:

  53. Am 19. Juni wird in der Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach die Ausstellung „Die Welt in 1000 Teilen – Zur Geschichte des Puzzlespiels“ eröffnet. Hier werden viele historische Puzzles zu sehen sein und ambitionierten Besuchern die Möglichkeit geboten, selbst zu puzzeln.

  54. 36. Tagung des Arbeitskreises Bild-Druck-Papier

    Der Arbeitskreises Bild-Druck-Papier wird 2016 zu seiner 36. (und leider letzten) Tagung in Wrocław (Kulturhauptstadt Europas 2016) zusammenkommen. Veranstaltet wird die Tagung von dem Instytut Filologii Germańskiej/Institut für Germanistik der Universität Wrocław und dem Muzeum Miejskie Wrocławia (Städtisches Museum der Stadt).

    Referenten aus verschiedenen Ländern werden über die verschiedenen Aspekte mehrerer Jahrhunderte polnischer Kulturgeschichte, den Besonderheiten der Drucker- und Verlegerstadt Breslau und in die Geschichte der Fotografie in Polen einführen. Vorträge zu Themen Luxuspapier, Graphische Sammlungen und Bild– und Künstlersprachen runden die Tagung ab.
    Als Begleitprogramm wird eine Exkursion nach Niederschlesien (u.a. zur Friedenskirche von Świdnica – Schweidnitz /Weltkulturerbestätte) angeboten.
    Die verbindliche Anmeldungen zur 36. Tagung des Arbeitskreises Bild-Druck-Papier muss bis zum 9. Februar 2016 bei Dr. Irene Ziehe, Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin erfolgen.

  55. Konferenz zur Dresdner Hofmusik 21.-23. Januar 2016

    Vom 21. bis 23.1.2016 findet an der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) eine Konferenz zum Forschungsstand der Geschichte der Dresdner Hofmusik statt. Zur Zeit der sächsisch-polnischen Union (1697–1763) sind hier bedeutende Werke entstanden. Das Forschungsprojekt zur Dresdner Hofmusik an der SLUB (zu den vokalen Notenbestände aus der Dresdner katholischen Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung), widmete sich der Instrumentalmusik. Im Rahmen dieses Projektes kam es zu zahlreichen musikalischen Wiederentdeckungen, die dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.
    Als ein weiteres Projektergebnis wurden etwa 1.500 Musikalien, die der Forschung und Praxis bislang verborgen waren, digital frei zugänglich. Dieser Datenbestand wurde nach neuestem Stand des internationalen Quellenverzeichnisses RISM erschlossen und digitalisiert. Auch den verwendeten Papieren ist ein Vortrag auf dieser Konferenz gewidmet.

  56. „Ich Bin, Was da ist. Beethoven im Blick moderner und historischer Kunst“ – Eine Ausstellung anläßlich 25 Jahre Deutscher Einheit im Kulturhaus Zanders, Bergisch Gladbach.
    Vom 18.10. bis 15.11.2015 werden jeweils am Dienstag, Donnerstag und Sonntag verschiedene Objekte auf und aus Papier gezeigt.

  57. Ausstellung: Stadt, Land, Garten – Zur Kulturgeschichte des Nutzgartens

    Vom 22. März bis 20. Dezember 2015 findet in den Gemüsegärten, die zum Gelände der Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Nutzgartens statt. In der Ausstellungsankündigung heißt es weiter:
    „Die heutigen Museumsgärtner führen fort, was für die Papiermacher früherer Zeiten Alltag war. Schon damals ergänzten die Familien ihren Speisezettel mit Obst und Gemüse, das sie selbst anbauten. Dies war vor der Industrialisierung überlebenswichtig. Säen und pflanzen, gießen und jäten, schneiden und umgraben, ernten, einlagern und konservieren – ohne diese Arbeiten kam man nur schlecht durch den Winter.“

    Die Austellung beleuchtet die verschiedenen Formen der Gartennutzung – Gärtnern in den Städten des Industriezeitalters (von der Brachflächen-Nutzung über Kleingartenanlagen bis zu Siedlungen mit Gärten hinter dem Haus), Gärtnern in Notzeiten (z.B. „Steckrübenwinter“ 1916/17 ) und Gärtnern in der Gegenwart (wichen Gemüsegärten viele Jahre lang neuen Rasenflächen und Blumenbeeten so ist diese Entwicklung mit den jungen Familien, die naturnah leben möchten oder einen Gegenpol zum Alltag in der globalisierten Gesellschaft suchen, scheinbar gestopt).

    Ort:
    LVR-Industriemuseum | Papiermühle Alte Dombach
    51465 Bergisch Gladbach

    Laufzeit: 22. März bis 20. Dezember 2015

    Eintritt: 3 €, ermäßigt 2,50, Kombikarte mit Dauerausstellung 5 €, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt

    Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 – 17 Uhr, samstags und sonntags 11 – 18 Uhr
    Karfreitag, Ostermontag und 1. Mai geschlossen

    weitere Informationen

  58. Hildesheimer Tag der Restaurierung
    Am 20.2.2015 lädt die Fachhochschule Hildesheim zur Präsentation von aktuellen Abschlussarbeiten des Studiengangs „Konservierung und Restaurierung“. Mit den Beiträgen zur:
    * „Untersuchung von Nanocellulosen für einen Einsatz zur lokalen Papierstabilisierung“ (Laura Völkel)
    und
    * „Entwicklung von Konservierungseinbänden für holz- und säurehaltige Skizzenbücher des Otto Modersohn Museums Fischerhude“ (Lisa Dittmann)

    wird es auch zwei Beiträge zum Thema „Papier“ geben. Nähere Informationen hierzu:

    HAWK | Fakultät Bauen und Erhalten |
    Sekretariat Studiengänge Konservierung und Restaurierung |
    Birgit Delp | Bismarckplatz 10/11 | 31135 Hildesheim
    Tel. 0 51 21/881-385 | E-Mail: birgit.delp@hawk-hhg.de
    http://www.hawk-hhg.de/bauenunderhalten

  59. Tagung „Paper is part of the picture. Europäische Künstlerpapiere von Albrecht Dürer bis Gerhard Richter“ vom 18. bis 21. März 2015 in Düren

    Der Veranstalter teilte uns hierzu weiter mit:
    “Das Leopold-Hoesch-Museums & Papiermuseum Düren feiert 2015 das Jahr des Papiers. Seit nunmehr 625 Jahren besteht die deutsche Papierherstellung und gleichzeitig begeht das Papiermuseum Düren sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund veranstalten wir die internationale Expertentagung „Paper is part of the picture“. Sie wird in Kooperation mit Herrn Professor Georg Satzinger von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, mit Herrn Professor Nils Büttner von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und mit Wissenschaftlern der Morgan Library und des Metropolitan Museum New York durchgeführt. Auf der Tagung sollen gezielt Papiere untersucht werden, die Künstler seit der Renaissance für Zeichnungen und Druckgraphiken verwendeten. Bisher galten diese Papiere nicht als Teil, sondern lediglich als Träger der Darstellung. Mit ihnen beschäftigten sich daher fast ausschließlich Restauratoren, die auch die einzige Tagung weltweit zu diesem Thema bisher 1999 in Toronto veranstalteten. Ein Hauptaugenmerk unserer Tagung soll auf der Frage liegen, wann und aus welchen ästhetischen Überlegungen heraus Künstler Papiere für ihre Zeichnungen und Druckgraphiken wählten und wie sich hierin zeitgeschichtliche Kontexte widerspiegeln.” (Zitat aus der Tagungseinladung des Veranstalters)

    Der Tagungsort (19. und 20.3.2015) ist das Meeting-Center der KANZAN Spezialpapiere GmbH (Nippesstraße 5, 52349 Düren). Da nur 80 Sitzplätze im Tagungssaal zur Verfügung stehen, bittet der Veranstalter um eine schriftliche Anmeldung bis zum 15. Februar 2015.

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